Informationsverstaltung 5.11.2024, 18.30h
Dr. Jutta Ziegler´s Logistikzentrum, 
5400 Hallein, Salzburger Straße 20

Wir laden alle interessierten Bürger:innen, die eine andere Sicht über Fakten, Gutachten und Halbwahrheiten erhalten möchten, zu einem aufschlussreichen Abend ein. 
Max 80 Sitzplätze vorhanden! Freier Eintritt. 

Wir freuen uns viele schöne Begegnungen.

Presseaussendung 7.8.24

Stehen nur der elitären Politik, S-Link Gesellschaft, landeseigenen Verkehrsverbund, der Landesregierung Salzburg und einer PRO-Initiative DAFÜR die finanziellen Mittel im 6stelligen, das kann auch heißen EUR 999.000,00, für das ausufernde Promoting ihres eigenen Milliardenprojektes zur Verfügung?

Ungleichbehandlung hoch 10!

Unantastbarkeit unserer Naturjuwele

 

"Unsere heimischen Auen sind unverzichtbar für die Artenvielfalt und den natürlichen Hochwasserrückhalt, indem sie die Hochwasserwelle verlangsamen und damit auch das Grundwasser anreichern“, so Wasserminister Norbert Totschnig (s. www.biologischevielfalt.at/service/chmnews/2023/heimische-auen-unverzichtbar-fuer-hochwasserschutz-und-artenvielfalt).

 Unsere Aufgabe ist es, unsere örtlichen Auen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen, sie zu renaturieren und nicht diese derzeit noch mehr zu zerstören, als tatsächlich notwendig ist und die Sinnhaftigkeit von Großprojekten zu hinterfragen.
Denn dies würde dem von der EU-Renaturierungsgesetz mehr als nur widersprechen: "... Nach dem neuen Renaturierungsgesetz sollen bis 2030 mindestens 20 % der Land- und Meeresflächen der EU und bis 2050 alle sanierungsbedürftigen Ökosysteme wiederhergestellt werden." sowie ".. wir gehen vom Schutz und der Erhaltung der Natur zu ihrer Wiederherstellung über." (s. https://www.europarl.europa.eu/pdfs/news/expert/2024/2/press_release/20240223IPR18078/20240223IPR18078_de.pdf). Nur tatsächlich werden hier und jetzt weiterhin geschützte Ökosysteme sowie landwirtschaftlich wertvolle Kulturflächen einschließlich Biosphärenbereiche unwiederbringlich zerstört! Dies muss jedem von uns bewusst sein bzw. werden.

Hintergrund ist, dass eine Vielzahl der ursprünglichen Auenlandschaften heute nicht mehr existent bzw. ökologisch intakt ist. Die Erhaltung und der Schutz sind unser oberstes Gebot als empathische denkende, verantwortungsvolle Menschen! Ohne unsere bereits geschundene Natur ist ein Überleben als Mensch sowie Gesellschaft langfristig nicht mehr möglich (s. https://www.uniaktuell.unibe.ch/2024/cofenster_ne_biodiversitaet_hari/index_ger.html)

Was nützen uns dann ein Öffentlicher Verkehr, wenn folglich weder Sauerstoff von Pflanzen sowie Bäumen für uns produziert, noch Co2 von diesen aber abgebaut wird. Die Symbiose zwischen Natur und uns ist nicht mehr möglich und WIR sterben.

Und auch die aktuellen Herausforderungen zum Thema "Stau", Co2-Abdruck und überborderndem Tourismus einschließlich dem dauerhaften PKW-, Wohnmobil-Karawanen in Richtung Süden werden durch dieses Mega-Projekt nicht einmal ansatzweise gelöst, sondern verlagern sich lediglich zulasten anderer. Man sucht nur einen Verursacher bzw. Schuldigen: dies sind aber (so zumindest die offizielle Darstellung) sicherlich nicht die Schwerindustrie, Flugzeuge, Tanker, Kreuzer, LKWs, etc., sondern nur der PKW des kleinen Bürgers sowie der fehlende Öffentliche Verkehr, der - jetzt - durchgewunken werden muss! Die beste Melkkuh der Nation, die alles ungefragt (er)trägt, so scheint es, ist der Bürger.

Selbst wenn dann der S-Link irgendwann und irgendwie doch umgesetzt wird, ist das Thema "PKW-Verkehr" für die Politik für die nächsten 10 - 15 Jahre nicht mehr für die Politik antastbar. Denn die Bevölkerung lässt dafür bereits "alle Federn": zahlt mit ihren Sozialabgaben sowie Steuern diesen unglaublichen Investitionspreis von mehr als 2,8 Mrd +/-, die ja nicht einmal die Spitze des Eisberges sind. D. h. es ändert sich hinsichtlich PKW-Verkehrs auch in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten wenig bis gar nichts, außer die weitere sinnlose Zerstörung unseres Lebensumfeldes. Da dies aber GRUNDVORAUSSETZUNG und Begründung für den Bau des S-Links war und ist, ist dies ein KO-Kriterium. 

Die Langzeit-Folgen des S-Links für Mensch & Natur

Welche Gebiete werden hiervon tangiert?
Wer wird ungefragt beschränkt, beschnitten und zerstört?
Was wird zerstört?
Und was ist das Endergebnis?

Königsseeache - "Aueninventar" und letztes Naturjuwel vor den Toren Salzburgs

Schon immer war unsere lokale Königsseeache ein Geheimtip für (freies) Baden, Schwimmen im wilden kalten Fluss m Platz zum Sonnenbaden, Picknicken und Chillen mit Familie sowie Freunden. Ein Naherholungsgebiet für Jung und Alt, aus der Stadt Salzburg sowie den Umlandgemeinden, das gerade in Pandemiezeiten DIE Lösung war um frische Luft, Frieden & Freiheit zu tanken.
Größer als 18ha fand die Königsseeache auch Aufnahme ins sogenannte "Aueninventar" um den bereits immensen  Verlust an Feuchtbiotopen als wertvolle Ökosysteme im Land Salzburg zu stoppen.

Nun mehr soll aber dieses Naturbiotop durch die geplante Trasse des S-Links von Nord nach Süd durchschnitten werden, in dem eine Brücke alles teilt. Lärm, Schutt und Zerstörung des Ökosystems werden nachhaltig gefährdet, da folglich auch Tiere, Pflanzen und Menschen diesem Projekt weichen sollen bzw. müssen.

Und wofür? Aus fadenscheinigen Gründen der CO2-Minderung, des Stoppens bzw. Reduzierens des Individualverkehrs und zur Vorbeugung eines Dauerstaus in Stadt und Land Salzburg. Die wahren Ursachen werden, egal aus welchem Grunde, von Politiker:innen und Wirtschaftsbossen nicht gesehen! Alternativen nicht einmal in Erwägung gezogen ...
Wo bleibt das viel gelobte Naturschutz- oder EU-Naturschutzrecht? Wo sind jetzt "Die Grünen" die - eigentlich - aufschreien müssten, wenn man ihre Wahlplakate wie "Natur statt Beton", "Weil´s um Klima geht",  "Klima braucht Herz" oder "Warum das Renaturierungsgesetz so wichtig ist" liest, als erste hier aufschreien und für ihre "grüne" Ideologie eintreten!

Nur wer versucht hier wirklich all das mit Vehemenz, Druck, nicht nachvollziehbare, teils sogar unlogischen Argumenten umzusetzen? Wer hat daran wohl wirklich das größte Interesse? Sicherlich nicht der/die Bürger:in oder das Volk. Vieles wird sich demnächst wohl von selbst beantworten. Denn das ist wahrlich die Gretchen-Frage....

Rif/Rehhof

 Rif


Eine Trasse trennt dann einen ganzen Stadtteil komplett ab. Nachdem Rif höher liegt als Rehhof umfährt die geplante Bahn in sogenannter "Tieflage" vor den Toren Rifs das Sportzentrum. Der Tennisplatz darf nun bleiben. Es gibt Zwangspunkte, wie Variante entlang der Bundesstraße, die berücksichtigt werden müssen. Nur welche diese sind, erfährt niemand. 

Das geäußerte Eingeständnis, dass die Königsseeache renaturiert werden muss, andernfalls keine Bewilligung bei einer Verschlechterung der Situation erteilt worden wäre, darf jedem mit Hausverstand ausgestatteten Menschen zu denken geben. Es werden Zukunftsszenarien mitgeteilt bzw. zugesagt, von denen niemand sich Gedanken macht, wie sich was, wie, wann und wo langfristig auswirkt.

Klare Aussage, es sind in Rif und Rehhof die Gehwege wichtiger als bisherige Zufahrtsstraßen. 

Haltestellen (die Örtlichkeit sowie Anzahl) sind noch nicht fixiert. Die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr verbessert sich durch diese Planung auch nicht. Eine findet sich ohnehin wieder an altbekannter Stelle. Wie Menschen, egal ob alt oder jung, dorthin gelangen werden, soll ein sogenannter Micro-Öffentlichen Verkehr, E-Bikes oder der Fußmarsch lösen. 

Rehhof

Rehhof heißt nicht umsonst Rehhof, denn es war bzw. ist der letzte Rückzug für Rehe (in den angrenzenden Wald) in der Ebene.
Man fährt zwischen jenem Wäldchen und einer nicht unerheblichen Zahl von Einfamilienhäusern durch, die von 3 Seiten eingefriedet werden: Bundesstraße, S-Link und Gemeindestraße ins Zentrum Rehhof. Die landwirtschaftliche Kulturfläche von mehreren Landwirten wird  in Richtung "Au"  durchschnitten, wo sich eine Haltestelle, wo immer befindet, und mündet dann in der Nähe der Salzstadlstraße an den Uferrand der Salzach. Dort kreuzt man auf Höhe des Betriebsgeländes der Firma Binder (vorm. Solvay & Halvic) die Salzach, das angrenzende Au-Biotop mit seinen Gelbbrandkäfern, das Bindergleis und fährt direkt an den Mühlbach samt Wald (Grenze Oberalm). So die derzeit bekannte Trassenplanung.
 

Rehhof abgeschnitten


Durch den geplanten S-LINK wird Rehhof an allen drei Zufahrtsstraßen (Rehhofstraße, Schlossallee, Salzstadlstraße) durch neue Bahnübergänge komplett abgeschnitten, über die alle 7 Minuten dann ein Zug fahren wird (siehe Skizze unten).

  • An den Bahnübergängen Rehhofstraße und Schlossallee ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg massiv gefährdet. Der ständige Zugverkehr, fehlende Schranken sowie der kreuzende Auto- und Radverkehr erhöhen das Risiko erheblich.
  • Der Bahnübergang Rehhofstraße wird zu einem Verkehrschaos und einem ernsthaften Sicherheitsproblem führen:
    • An diesem Punkt treffen die Bundesstraße B159, ein Radweg und mehrere Fußgängerquerungen aufeinander – ein Sicherheitskonzept ist hier völlig unzureichend.
    • Zu Stoßzeiten wird es zu massiven Staus kommen, die bis auf die B159 zurückreichen werden. 


Fragen der Sinnhaftigkeit, der Notwendigkeit oder anderer kostengünstiger, gar schnellerer Alternativen werden ignoriert bzw. schubladiert (s. "Geheimstudie" zeigt Chancen für O-Bus in Salzburg - Panorama - derStandard.at › Panorama )

Was war zuerst? Die Henne oder das Ei? Das Projekt oder das Geld? Oder umgekehrt? Wir werden das so schnell nicht erfahren .... 

Mühlbach - Hallein

Unser "Mühlbach",  ein Nebenarm des Almflusses oder -baches, einem Abfluss des Wiestalstausee (s. https://www.sn.at/wiki/M%C3%BChlbach_(Oberalm), ist ebenfalls ein kleines Naturjuwel, der direkt zwischen den Gemeinden Oberalm - Hallein - Puch teils vollkommen naturbelassen fließt . Offiziell wird aber "Alm-Mühlbachkanal" genannt.  Bereits im Jahre 1381 wird er erstmals in einer Urkunde erwähnt. Mühlen sowie Sägen lagen an seinem Kanal. 
 
Klar, sauber und wird er jetzt von vielen neuen Pflanzen- sowie Tierbewohnern erobert und bewohnt. Aber auch Erwachsene und Kinder, die diesen v. a. im Sommer für Freizeitaktivitäten nutzen (zB Baden, auf einem Autoschlauch bis zur nächsten Schleuse treibend, Sonnenbaden, uvm.) wissen ihn zu schätzen. Mit dem Autoschlauch oder einer Matratze durch den naturnahen Wald zu treiben, lässt Kinderherzen jubeln. Wo gibt es so etwas noch? Kalt und mit Gänsehaut klettern Kinder kreischend aus dem Wasser, 

und laufen die gesamte Strecke wieder nach oben, an den Beginn der Fahrt. Hunde finden hier ihr Paradies zum Apportieren und Schwimmen. Nebenan tauchen und schwimmen Eisvögel, Wildenten und Gänse und nutzen ihn als Brutplätze sowie zur Aufzucht.... 

Nun finden sich aber immer mehr seltene geschützte Tierarten ein, da es ein absolut intakter ökologischer Lebensraum ist. Egal ob Eisvogel, Biber, Fischotter, Uhu, Dachs, Äskulapnatter oder auch unglaublich wertvolle Heilpflanzen, die Mensch und Tier nützen, finden hier ihr persönliches El Dorado. 

Und das wollen wir zerstören? Das lassen wir uns von scheinbar unsensiblen Politikern und Wirtschaftsunternehmen zerstören?

Hier stehen an dessen Ufern auf der einen Seite meist Einfamilienhäuser und auf der anderen Wohnblöcke von Wohnbauträgern. Vor allem die letzten Häuser direkt im Süden des Waldes sind von der Schneise der Trasse massivst beeinträchtigt und v. a. das letzte Wohnhaus unbewohnbar. Nicht nur durch Emissionen, sondern auch durch die direkt an die Grundstücksgrenze gelegte Trasse. 

Wer will schon direkt an einer Bahntrasse wohnen? 


Der Zugang zum Wäldchen im Norden von Neualm wird durch Trasse durchschnitten. Übergänge sind nicht bekannt, d. h. es endet alles in einer Sackgasse, die von den täglichen Spaziergängern nicht mehr genutzt werden kann.
In Erinnerung der Pandemie bummelten 100te Menschen mit ihren Hunden zum "Auslüften" und Genießen dort hinunter. Es war ein kleines Stückchen Freiheit, intakt und so friedlich.

All das wird so nicht mehr geben!


Gemeindegrenze Oberalm - Hallein/Neualm (ua geschützter Biosphärenbereich)

Ein Gebiet, das  für seine Anwohner:innen wahrlich ein kleines Paradies ist. Ein Bereich, der einerseits stadtnah und dennoch direkt am Grünland grenzend ist, ist für uns alle einzigartig. Manche wissen dies so zu schätzen, dass Sprüche "Wir leben wie auf einer Insel!" nicht weit hergeholt sind. Idylle pur. Ruhe, wenig Lärm oder andere Einflüsse ....

Nur nicht mehr lange. Denn über unsere Köpfe hinweg, entschieden ANDERE, nämlich Politiker, die wir teils nicht einmal kennen und gewählt haben, eine Landes- und Bundesregierung und Wirtschaftsunter-nehmen andere Pläne haben: Das muss sich jetzt noch ändern, d. h. WIR, (Wer immer dieses WIR ist!) brauchen eine neue leise Bahn!

Obwohl bereits eine Bahnanbindung nach Salzburg - Golling vorhanden ist, d. h. ca. 500m von Neualm entfernt, 2 Busanbindungen uns im ca. 30 Minuten Takt nach Salzburg bringen, 2 ausgebaute Landesstraßen und eine Autobahn unweit sind, ist es "Wunsch" von anderen, sich hier ein Denkmal zu setzen. Wir wissen zwar nicht wie alles abgewickelt wird, wohin der anfallende Schutt, die Entsorgung von Müll (Deponie), die Tiere und Menschen verschwinden sollen, aber eines ist gewissen, WIR Betroffene müssen weg oder unsere Meinung für uns behalten.

Wie aus beiliegendem Plan ersichtlich ist, wurde - auf Wunsch (von wem?) - die geplante Trasse nun mehr an die Gemeindegrenze von Oberalm verlegt. Begründung: man habe in Oberalm ohnehin bereits die West- bzw. S-Bahn vor Ort, Bus und Landesstraße sowie Autobahn. Daher brauche man die Anbindung auf Höhe Tobislweg nicht! Merkt ihr was? Ist doch ein ähnliches Spiel wie oben geschildert. Gleiches Argument nur seitenverkehrt verwendet!

Verständlich aus Sicht der Gemeinde Oberalm bzw manchem Bürger. Nicht jedoch aus Sicht der Ökologie, der im Renaturierungsgesetz angeprangerten Bodenversiegelung sowie betroffener Anrainer:innen in Hallein.
Eine Verschiebung bringt hier generell nichts, denn die Natur wird komplett für unsere Nachgenerationen weiterhin zerstört! 
Da hier auch neben Bauernhöfen samt landwirtschaftlichen Kulturflächen von mehreren Bauern, Einfamilienhäusern, angrenzenden WohnungsBauten, Kinderspielplatz, Firmen, Schulen, usw - direkt - betroffen sind, interessiert niemanden! 

Geld regiert und bestimmt? Diese Frage darf und muss gestellt werden.

Wer ist hier denn betroffen?


  • Hallein - Neualm als ganzer Stadtteil Hauptbetroffene Anrainer:innen: entlang des Unteraumühlwegs sowie Kastenhofstraße - Kahlspergweg - Sikorastraße 
    Hier werden ALLE Anrainer:innen nicht nur durch Emissionen jedweder Art (Staub, Lärm, Geruch, permanente Erschütterungen, uvm.) des jahrelangen Baus sowie auch als Langzeitfolgen des S-Links massivst beeinträchtigt.  
    a. Wertminderung ihrer tw. 100 Jahre alten Immobilien 
    b. teilweise Verlust ihrer Liegenschaften 
    b. teilweise Abriss von Häusern
    c. Beeinträchtigung ihrer Gesundheit durch erwähnte Emissionen
    d. Enteignungen von Firmen etc.
    e. Die Kastenhofstraße kann nur noch in Richtung Oberalm als Rad- und Fußweg benützt werden.
    f. Im Zuge dessen folgt ein Neubau einer Straßentrasse entlang der Siedlungsbauten in der Sikorastraße, die dann eingepfercht zwischen Bahntrasse plus neue Straße im Norden sich wiederfinden
    g. Abriss des Kinderspielplatzes (braucht wohl niemand!), der ua auch von der Schule benützt wird (Ausgleichsliegenschaft?)

  • Firmen & Geschäfte: zB Firmen wie Gemischtwarenhandel, Friseur, Bekleidungshandel, Firma Isoteam, Emco (Parkplatz), Kfz-Werkstatt, Hofer, uä leiden durch mehr Verkehr sowie auch immense Umsatzeinbussen und Emissionen, aber v. a. auch durch mögliche drohende Enteignungen, wenn sie im Einzug der Bahntrasse liegen. 


    Viele sind aber - entgegen der Ankündigung der Projektgesellschaft am  Dialogforum vom 26.6.2024 in Rif/Rehhof - bis heute nicht einmal über den wahren Umfang bzw. die Planungen informiert worden!


Was ist hier betroffen?

  • Immobilien und ihre Besitzer: reale Wertminderung + Emissionen jedweder Art
  • Grundwasser: Neualm sitzt nicht nur im Schwemmland von Salzach sowie dem unterirdischen Almbach, sondern auch auf einem kompletten Grundwasserströmen des Almbaches.
    Dies bedeutet gravierende Veränderung des gesamten Grundwasserspiegels, folglich Probleme für vorhandene Brunnen und v. a. für neugebaute Geothermien in Einfamilienhäusern
  • Flora & Fauna: viele Wildtiere finden sich in unseren Gärten der Einfamilienhäuser wieder: zB Eisvögel bei den Teichen, Äskulapnattern, Zauneidechsen, Schwalben, Rotmilane, die ihre Kreise ziehen, Rauchschwalben, seltene Fledermäuse, usw..
    Die zugewanderte blaue Holzbiene, die ua auch Wildbiene des Jahres 2023, ist auch in Österreich geschützt (s. https://www.donauauen.at/wissen/natur-wissenschaft/fauna/grosse-holzbiene-xylocopa-violacea) und findet in unseren Gärten, v. a. auf dem Muskatellersalbei, Bohnen, usw. ihre Nahrungsquelle. 




Unsere Landwirte

Landwirte und Landwirtinnen erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und versorgen uns mit ihren Lebensmitteln (zB Milch, Käse, Fleisch, Wurst, Eier, etc.). Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten sie Böden, wählen Saatgut aus, mähen, düngen, pflegen Pflanzen und sind für Biosphärenbereich und Naturschutzgebiete mitverantwortlich.

Durch den geplanten S-Link werden landwirtschaftliche Kulturfläche ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und werden von der Projektgesellschaft zu einem Bruchteil pro Quadratmeter angekauft bzw. im worst case zwangsenteignet. Teils sind ganze Bauerhöfe davon betroffen, sodass eine Existenz und weitere Bewirtschaftung nicht mehr möglich ist.

Landwirte, die von Enteignungen bedroht sind, hoffen, dass ein Umdenken in Bezug auf den Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor Versiegelung erfolgt und sie Unterstützung von der örtlichen Landwirtschaftskammer erhalten. 

Auf der einen Seite muss die Bodenversiegelung drastisch reduziert werden und auf der anderen Seite verprasst man wertvollste Ressourcen zulasten sinnloser kostenintensiver Megaprojekte. 
"...  Der österreichischen Landwirtschaft stehen somit immer weniger Flächen zur Verfügung, was in weiterer Folge zu einer Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten führt. Insbesondere bei steigenden Preisen oder in Krisenzeiten wie Corona wird deutlich, wie wichtig es ist, landwirtschaftliche Nutzungsflächen zu erhalten, um eine Unabhängigkeit zu gewährleisten." (https://imbstudent.donau-uni.ac.at/lessemissions2/bodenversiegelung-in-oesterreich/) Dies rügte vor kurzem bereits der WWF!  
 

  • Wir verlieren die Biodiversität/Artenvielfalt. 
  • Wir erhöhen immer mehr die Klimakrise und ihre Auswirkungen. Nur intakter Boden (ua landwirtschaftliche Kulturfläche, etc.) kann CO2 aus der Atmosphäre langfristig speichern und ausgleichen. 
  • Gefährdung unsere Gesundheit. Versiegelter Boden kann nicht mehr zur Abkühlung beitragen. 
  •  Wasser schwindet. Auf zubetonierten Flächen rinnt das Wasser ab und kann nicht im Boden versickern. 

Brauchen wir nicht mehr Infrastruktur, Straßen, Wohnungen und Einkaufszentren, die Bevölkerung wächst ja auch? 

 Wohnraum und Infrastruktur kann in Zeiten wie diesen effizienter gestaltet werden. Aber genauso überlebenswichtig ist eine intakte Natur, Erholungsräume und Felder, auf denen unser Essen wächst. Egal ob Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Wurstwaren, etc. - unsere Bauern sind Erzeuger:innen unserer Lebensmittel. Nicht der Supermarkt, der Fast-Food und chemisch hergestellte Wurst- und Fleischwaren erzeugt.

Das führt dazu, dass der Bodenverbrauch seit 2000 fast um ein Drittel zugenommen hat, während die Bevölkerung um lediglich 14 % gewachsen ist (s. https://www.wwf.at/artikel/bodenverbrauch-in-oesterreich/)

Fakt
Landwirtschaftliche Böden machen unsere Ernährung sowie Überleben überhaupt erst möglich, denn sie sind die Grundlage allen Pflanzenwachstums. Und Pflanzen: Sie sind die Grundlage für unsere Ernährung. "Die Böden machen als die "Haut der Erde" den größten Lebensraum unseres Planeten aus. Sie fördern die Biodiversität auf unvergleichliche Weise:" (s. https://www.mdr.de/wissen/tag-des-bodens-ackerboden-kein-leben-ohne-boden-100.html)

Je weniger landwirtschaftliche Fläche dem Bauern zur Bewirtschaftung zur Verfügung steht, umso weniger wird dieser auch als Bauer überleben können! Irgendwann wird es ineffizient ...